Bald ist es wieder so weit: Der Wechsel auf Winterreifen steht an. Natürlich sollte dieser Wechsel nicht unvorbereitet und spontan erfolgen – daher haben wir die fünf wichtigsten Regeln rund um den Winterreifenwechsel zusammengestellt, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Natürlich sind Winterreifen nicht mehr die einzige Option – Ganzjahresreifen werden immer beliebter und haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Trotzdem setzen viele Autofahrer nach wie vor auf den klassischen saisonalen Wechsel.
Warum sind Winterreifen wichtig? – Nicht nur bei Schnee!
Viele glauben fälschlicherweise, dass Winterreifen nur bei Schnee notwendig sind. Tatsächlich aber verschlechtert sich die Leistung von Sommerreifen deutlich bei Temperaturen unter +7°C, während Winterreifen dank ihrer speziellen Gummimischung und Profilgestaltung auch bei Kälte optimalen Grip bieten. Entscheidend ist dabei die durchschnittliche Tagestemperatur – also nicht nur ein einmaliger Kälteeinbruch, sondern dauerhaft kalte Morgen- und Abendstunden stellen ein Risiko dar.
Nicht bis zur letzten Minute warten!
Deshalb empfiehlt es sich, bereits früh im Herbst einen Termin für den Reifenwechsel zu vereinbaren. Ab Mitte/Ende Oktober sind viele Werkstätten stark ausgelastet, und es kann schwierig sein, kurzfristig einen Termin zu bekommen. Wer erst im November wechselt, riskiert bereits sicherheitsrelevante Probleme.
Wie wählt man den richtigen Winterreifen aus?
Die Auswahl an Winterreifen ist riesig – aber nicht jeder Reifen ist gleich gut. Deshalb ist Käuferbewusstsein entscheidend. Der richtige Reifen beeinflusst nicht nur die Fahrzeugleistung, sondern auch das Fahrgefühl. Achten Sie auf folgende Punkte:
• Fahrzeugtyp (Kleinwagen, SUV, 4x4, Limousine usw.)
• Fahrstil (Stadtverkehr oder häufig Autobahnfahrten?)
• Jährliche Fahrleistung und Straßenbedingungen
• Exakte Reifengröße (im Fahrzeugschein oder an der Reifenflanke zu finden)
Nicht nur nach dem Preis entscheiden! Günstige Reifen haben oft eine kürzere Lebensdauer, schlechteren Grip und einen längeren Bremsweg. Ein getesteter Markenreifen mag mehr kosten, ist aber auf Dauer sicherer und langlebiger. Empfehlenswert sind Marken, die regelmäßig gut in unabhängigen Reifentests abschneiden (z. B. ADAC, Autobild, Auto Motor und Sport).
Profiltiefe von Winterreifen
Viele Autofahrer glauben, dass ein Reifen „noch gut aussieht“ und daher nutzbar ist. Das ist jedoch ein gefährlicher Irrtum. Experten empfehlen bei Winterreifen mindestens 4 mm Profiltiefe, da darunter der Grip deutlich abnimmt und der Reifen Schnee, Matsch und Wasser schlechter ableiten kann.
Die Profiltiefe lässt sich z. B. mit einer 1-Euro-Münze einfach prüfen – noch genauer ist eine Kontrolle in der Werkstatt. Außerdem sollte das Alter des Reifens berücksichtigt werden: Selbst bei ausreichendem Profil verlieren Reifen nach 6–8 Jahren an Elastizität und Leistungsfähigkeit.
Die richtige Lagerung ist entscheidend
Viele unterschätzen, wie wichtig die richtige Lagerung außerhalb der Saison ist. Reifen sollten kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden – möglichst stehend, oder wenn liegend, regelmäßig gedreht. Hitzequellen, Chemikalien und UV-Strahlung können die Gummistruktur beschädigen.
Wer keinen geeigneten Lagerort zu Hause hat (z. B. in einer Wohnung ohne Keller oder Garage), sollte ein professionelles Reifendepot in Betracht ziehen. Diese sogenannten „Reifenhotels“ bieten nicht nur optimale Lagerbedingungen, sondern häufig auch eine Reifenprüfung vor Saisonbeginn und günstige Kombipakete mit Reifenwechsel an. Das ist bequem, sicher – und spart langfristig sogar Geld.
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3. 10. 2025
3 Minuten
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